Great Southern Land

Dieser Berg...

 

Dieser Berg hatte es mir schon immer angetan. Es begann in den 80gern - Icehouse war gerade angesagt und sie waren mit Ihrem Lied Great Southern Land in den Charts. Auf dem Plattencover sah man diesen Berg - früher hieß er noch Ayers Rock - seit einigen Jahren heißt er ULURU und ist das Heiligtum der Aboriginals, der Ureinwohner Australiens.

 

Ich studierte und hatte eine Studienkollegin als Freundin, doch sie wohnte eigentlich weiter weg. Wir besuchten uns gegenseitig, sie hatte eine eigene Wohnung am Studienort  - ich war Pendler und arbeitete in der Woche abends um mein Studium zu finanzieren. Am Wochenende kam sie mit zu mir oder ich mit zu ihr und ihren Eltern. Es kam wie es kommen musste und sie meinte sich trennen zu müssen. Was dann?

 

Ich erinnerte mich an das schöne Lied von Icehouse und das Cover. Für mich war es der Inbegriff von Sehnsucht und Freiheit in einem großen, weiten Land. Also wollte ich irgendwie dahin. Ich machte noch eine Lehre und begann mein Geld zu sparen. Damals gab es noch nichts großartig mit Internet und Preissuchmaschinen. 

 

Man(n) hat aber noch andere Hobbys und ich machte meinen Motorradführerschein und sah gerne bei Motorradrennen zu. Und da gab es in den 90gern einen für mich verdammt coolen Typen: Mick Doolan - Australischer Motorradweltmeister.  - wenn man sich ein bisschen mit seiner Geschichte beschäftigt: Er hatte in den Niederlanden mal einen extrem bösen Crash und die Holländer wollten sein Bein amputieren. Er wurde zum Glück in einer Nacht und Nebelaktion nach Italien ausgeflogen. Damals gab es einen  - umstrittenen, aber erfolgreichen Rennarzt - . Mick wurde "zusammengeschustert" und mit seinem Ehrgeiz wurde er danach 5-facher Motorradweltmeister. RESPEKT - das imponierte mir. Noch mehr ein Grund  nach Australien zu fliegen.

Was ist aber mit dem Motorradführerschein? Den macht man ja nicht, um dann nicht zu fahren. 

 

Dann hatte ich ein bisschen Geld gespart und es stellte sich die Frage: AUSTRALIEN oder Motorrad ? 

 

Ich dachte: Mit einem Motorrad bin ich auch in Deutschland relativ schnell unterwegs. - Ich kaufte mir ein Motorrad...

Ich informierte mich vorher und bin bei einem der besten Motorradhändler in Soest gelandet. Er ist Kawasaki-Händler und inzwischen hat er auch einen großen Sprung gewagt und sich in Anröchte mit seinem eigenen Gelände und Gebäude vergrößert.

Ich habe mir von 1998 bis 2006  bei ihm etwa alle zwei Jahre ein neues Motorrad gegönnt... Die Bikes wurden immer leichter, schneller und teurer. Aber mit fast 300 km/h über die Bahn zu donnern ist schon geil...

Ich machte dann meist mit meinem damaligen Kumpels Biker-Urlaub: Schweiz, Frankreich, Südtirol, Korsika, Sardinien etc.. Man wollte ja etwas von Europa sehen und auch festhalten.

 

Daher ein weiteres Hobby: Ich fotografiere gerne. 

Auf den Motorradreisen machte ich gerne Fotos. Aber Anfang/Mitte der 2000er war GPS und Smartphone nicht alltäglich. Es gab eine Situation - da haben wir eine Ferienwohnung für einen Tag gehabt: Privatbucht, Privatstrand, ein paar aufgestellte Palmen und ein alter Festungsturm - alles wie gemalt. Ich war beeindruckt. Ich dachte mir; Da möchte ich nochmals hin. Allerdings haben wir damals etwa 4500 km in etwa 8 Tagen gemacht und ich wusste nicht mehr, wo dieser Ort war. Ich musste über google-earth die Küste von Sardinien und Korsika virtuell abfahren und habe diesen Ort tatsächlich gefunden.

Danach kamen Digi-Cam mit GPS und dann auch die Smartphones aus Cupertino...

Inzwischen bin ich stolzer Besitzer einer Digitalen Spielreflex Camera mit WLAN und GPS.

 

Ich wurde aber auch Bausparer, Eigentumswohnungsbesitzer und so etwas wie ein Daddy für den Sohn meiner damaligen Lebensgefährtin. Wir machten in Deutschland Familienurlaub und alles war schön familiär. Ich fuhr weniger Motorrad und dann wurde es auch verkauft.

Es sollte der Moment kommen, an dem man seiner Liebsten die Frage aller Fragen stellt - schließlich hatte sie ja ihre Liebe zu mir immer beteuert. Wir wollten gemeinsam Urlaub machen - ohne Sohnemann - und ich hatte schon ein schönes Fleckchen für die Frage ausgesucht. Aus unerklärlichen Gründen ( Frauen können so sein ) machte sie rund 14 Tage später Schluss. Das saß und musste erst einmal verarbeitet werden.

 

Ab Herbst 2014 ging es mir wieder immer besser. Und dann kam mir der Gedanke:

Great Southern Land - da war doch etwas... 

Vielleicht ist 50 eine magische Zahl in einem Menschenleben? Keine Ahnung - aber ich dachte mir: Wenn nicht jetzt, wann dann?

2015 war mein JAHR. Etwa 6 Monate Vorbereitungszeit, Visa beantragen, Impfungen tätigen, Infos einholen, sich über das Land informieren.

 

Zum Glück hat sich die Welt etwas geändert und Internet sei Dank, kann man sich rasch und ausführlich informieren und man kann sich bei YouTube tolle Videos anschauen von Menschen, die dort Vloggen. Und so stieß ich auch auf Karo und Philipp - THE SUNNYSIDE. Und auch auf David in OZ.

Philipp inspirierte mich in Australien auch einen YouTubeChannel zu kreieren und zu vloggen. Und ich habe auch inzwischen tatsächlich einen YouTubechannel

Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Ich habe ein paar Videos erstellt und kam dann schnell dahinter, dass als "normaler" Urlauber es von der Zeit her - zumindest für mich - gar nicht so einfach ist, die Videos mit einer vernünftigen Qualität jeden Tag zu erstellen. So habe ich zwar in Down Under noch diverses Material erstellt, aber noch nicht verarbeitet. ABER DAS IST IN ARBEIT. Und ich bin auf die Idee gekommen, meine eigene Internetpräsenz zu erstellen. Jimdo ist wohl eine tolle Sache und ich versuche mich daran.

 

Wenn du lieber Leser bis hier angekommen bist: Respekt. Vielleicht hat es dir Spaß gemacht und du bist neugierig geworden. Ich bin es selbst und werde mich dann mal zukünftig hier austoben und der Welt mitteilen, was sie nicht wissen muss, aber gerne Wissen darf.

In diesem Sinne:

Cheers - bis bald.

 

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